Über mich

Ich bin Jahrgang 1955, was man mir trotz grauer Schläfen hoffentlich nicht sofort ansieht. Geboren wurde ich im damaligen Landambulatorium Lubmin bei Greifswald und wuchs im Nachbarort Wusterhusen auf, wo ich auch heute wieder wohne. Schon in der Jugend legte ich Wert darauf, dass ich damit kein „Fischkopp“ (= Mecklenburger) bin, sondern ein „Südschwede“. Auch heute noch bin ich ein bekennender Vorpommer.

Dem Abitur an der EOS Greifswald (heute Jahn-Gymnasium) schloss sich eine lange Zeit in NVA-Uniform an. Die Karriere begann in Erfurt als Artillerie-Offizier und endete in der NVA-Hauptstadt Strausberg als Kommandeur einer mobilen Druckerei (die Satz- und Druckmaschinen waren auf Tatra-Sattelzügen montiert).
Zwischenzeitlich absolvierte ich ein fünfjähriges Fernstudium an der Sektion Journalistik der Universität Leipzig. 1987 hielt ich das Diplom in der Hand.
Schmerzhaft musste ich 1990 erkennen, 20 Jahre lang einem falschen Ideal gefolgt zu sein. Aber immerhin durfte ich im Strausberger „Zentrum für Verifikation“ noch an der Abrüstung der NVA mitwirken, zuletzt in Bundeswehr-Uniform.

Die 90-er Jahre waren gekennzeichnet von der Suche nach einem Platz in der neuen Gesellschaft. An den „Aufbau Ost“ glaubend nahm ich zunächst eine Umschulung zum Betriebswirt wahr. Erneut ein Irrtum. Kein Bedarf. Höchstens Marketing. Aber das erlebte ich erneut als Manipulation von Menschen, der ich nicht wieder dienen wollte. Stolz bin ich jedoch darauf, als Initiator und erster Vorsitzender des Bürgervereins im Wohngebiet Hegermühle Spuren in Strausberg hinterlassen zu haben.
1997 erhielt ich die Chance als verantwortlicher Redakteur des neugegründeten Strausberger „Wochenboten“. Die Anzeigenzeitung wurde jedoch wegen drohenden Erfolgs bereits nach einem halben Jahr vom Konkurrenten aufgekauft. Ich kehrte in mein Vaterhaus zurück und versuche mich seitdem als freier Journalist.

Das klappte zeitweise ganz gut. Zunehmend spezialisierte ich mich auf Landwirtschaft und Bioenergie. Es war Liebe auf dem zweiten Blick. Für die Nachrichtenagentur ddp bzw. dapd und Publikationen des Landwirtschaftsverlages wurde ich ihr Agrarexperte in Mecklenburg-Vorpommern.
In der Hoffnung auf ein zukunftsträchtiges Betätigungsfeld qualifizierte ich mich 2010 zum Online- und Videojournalisten, konnte hier aber nicht Fuß zu fassen. Offenbar traut man das keinem Älteren zu. Trotzdem sattelte ich 2013 noch einmal auf und erwarb die Berechtigung, mich PR-Manager für Social Media zu nennen.

Nachdem die Nachrichtenagentur dapd 2013 endgültig in Insolvenz gegangen war, erhielt ich 2015 die Chance, vorübergehend im Hafen Vierow zu arbeiten. Eine Zeit und Kollegen, an die ich gerne zurückdenke.
2018 dann überraschend die erfolgreiche Bewerbung für die Pressestelle des Landwirtschaftsministeriums in Schwerin als Höhepunkt meiner Tätigkeit als Agrarjournalist.